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Hauptversammlung 2019 und öffentlicher Anlass “Endlich schneller nach München”

Die IGöV Ostschweiz lädt zu ihrer Hauptversammlung 2019 ein, auf
Donnerstag, 9. Mai 2019, 18.15 Uhr, historischer Saal des Hauptbahnhofs St. Gallen.

Im Anschluss findet eine öffentliche Veranstaltung statt:
19.15 Uhr: “Endlich schneller nach München”, mit
Daria Martinoni, Leiterin Region Ost Personenverkehr SBB,
Armin Weber, Leiter internationaler Fernverkehr SBB,
Paul Rechsteiner, Ständerat SG,
Thomas Ammann, Nationalrat SG.

Wir laden Sie freundlich zu diesem spannenden Anlass mit Referaten, Podiumsdiskussion und anschliessendem Apéro ein. Die Einladung finden Sie hier:

Einladung IGöV HV 9.5.2019

Bericht über Herbstveranstaltung

Die Herbstveranstaltung am 20. Oktober in Vaduz war mit über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wiederum gut besucht und brachte im Anschluss an die Referate eine spannende Diskussion zum  Thema des grenzüberschreitenden Verkehrs Vorarlberg-Fürstentum Liechtenstein-Schweiz, speziell zum “alten” Anliegen einer S-Bahn FL.A.CH.
Hier nochmals das Programm: IGoeV Herbstveranstaltung 2018

Es zeigte sich, dass das Projekt FL.A.CH namentlich auch aus Vorarlberger Sicht wegen der grossen Zahl von Pendlern ein dringliches Anliegen ist. Die Planung wurde bereits vor Jahren abgeschlossen, wegen Finanzierungsfragen dann aber nicht sofort umgesetzt. Jetzt sind die Chancen einer raschen Umsetzung aber gut.

Bericht aus dem Liechtensteiner “Vaterland”:
Bericht im _Vaterland_

Bericht der Kronenzeitung:
Bericht der Kronen Zeitung

Foto Podium:

181021_MM_FLACH_Bahn

Podium von links nach rechts:
Bruno Damann (Regierungsrat SG), Daniel Oehry (Fraktionssprecher FBP Liechtenstein), Johannes Rauch (Landesrat Vorarlberg), FelixGemperle (Vizepräsident IGöV, Gesprächsleiter), Barbara Manhart (Amt der VA Landesregierung, Verkehrsplanung), Henrik Caduff (Amt für Bau und Infrastruktur FL Vaduz).

Hauptversammlung IGöV Ostschweiz, Mi 25. Mai 2016

Mittwoch, 25. Mai 2016, 18.10 Uhr, Hauptbahnhof St. Gallen, historischer Saal

Im Anschluss: 18.40 Uhr Öffentliche Veranstaltung
Aktuelles zu den Appenzellerbahnen aus erster Hand:
Referate im historischen Saal
Besichtigung der Betriebszentrale und der Baustellen der AB
beim Hauptbahnhof

PROGRAMM

18.10 Uhr             1. Teil: Hauptversammlung der IGöV Ostschweiz

Ordentliche Traktanden

  1. Begrüssung
  2. Protokoll der HV vom 18. Mai 2015
  3. Jahresbericht des Präsidenten
  4. Jahresrechnung 2015 und Revisorenbericht
  5. Festlegung des Mitgliederbeitrags, Antrag des Vorstands: Gleicher Beitrag wie im Vorjahr
  6. Budget 2016
  7. Verabschiedung, Wahlen
  8. Resolution
  9. Allgemeine Umfrage

18.40 Uhr             2. Teil: Öffentliche Veranstaltung: Aktuelles zu den Appenzellerbahnen

Referate:
Fredy Brunner, VRP AB: “öV-Herausforderungen in der Region St. Gallen”
Thomas Baumgartner, Direktor AB: “Die Modernisierung der Appenzeller Bahnen”

19.20 Uhr            Besichtigung: Betriebszentrale AB und Umbau AB- Bahnhof

Wir laden Sie gerne zu diesem Programm und dem anschliessenden Apéro ein und freuen uns über Ihre Teilnahme.

Bericht Herbstveranstaltung 2015

Die traditionelle Herbstveranstaltung der IGöV führte dieses Jahr in den Kanton Graubünden zu einer Besichtigung der Baustellen des neuen Albulatunnels. Am Anlass nahmen 34 Personen teil, Treffpunkt waren zwei Nostalgie-Speisewagen der Rhätischen Bahn, mit Abfahrt um 07.58 Uhr in Chur und anschliessend ausgezeichnetem, reichhaltigen Frühstück. Besonders gefreut hat sich die Reisegruppe über den zuvorkommende Service des fröhlichen jungen Personals.

Die Fahrt ging bis Spinas (Ankunft um 09.35 Uhr) zu einer kleinen Führung durch die Baustelle des Südportals des neuen Tunnels. Louis Schoenenberger von der Firma Amberg Engineering, Oberbauleiter des ganzen Projekts, begrüsste die Gruppe. Bei prächtigem Herbstwetter ging es zügig durch umfangreiche logistische Einrichtungen, welche für solche Grossbaustellen nötig sind, etwa für den Umschlag des Ausbruchmaterials. Der Tunnel wird im Sprengbetrieb vorangetrieben, also ohne Tunnelbohrmaschine. Er wird parallel zum bestehenden Albulatunnel in einem Abstand von 30m gebaut, als Ersatz für den alten, in die Jahre gekommenen Tunnel. Dieser wurde vor über 100 Jahren eröffnet, im Jahre1903 nach einer Bauzeit von 5 Jahren. Im Einsatz waren damals 1300 Arbeiter. Der alte Tunnel wird nach Inbetriebnahme des neuen zum Sicherheitstunnel mit Asphaltbelag umgenutzt.

Die Reisegruppe wechselte bereits nach einer knappen Stunde zum Nordportal (Abfahrt in Spinas um 10.23 dank Extrahalt, Ankunft 10.30 in Preda). In der dortigen Info-Arena erläuterte Louis Schoenenberger anhand von zahlreichen Fotos und Grafiken das Projekt. Dem Bau ging eine 4-jährige Planung voraus, welche nicht nur die technischen Fragen betraf, sondern auch Umweltanliegen (z.B. Umsiedlung von Kreuzottern), vor allem aber auch die Auflagen durch das Weltkultur-Erbe. Zunächst gab es von dieser Seite erheblichen Widerstand gegen einen neuen Tunnel – eben weil der alte Tunnel bedeutender Teil des Erbes ist. Schliesslich fand sich ein Kompromiss, zu welchem auch der Erhalt von historischen Stellwerken oder Toilettenhäuschen gehört. Da einige dieser Anlagen den neuen Anlagen im Wege standen, wurden sie kurzerhand um einige Meter versetzt.

Ein neuer Tunnel ist in mehrfacher Hinsicht von Vorteil: Einmal kann der Bahnbetrieb während der ganzen Bauzeit ungehindert aufrecht erhalten werden. Weiter können modernste Sicherheitsanlagen eingebaut werden, in Verbindung mit dem alten Tunnel als Sicherheitsstollen. Alle 450m werden insgesamt 12 Quertunnels errichtet. Eine Problemzone etwa 1km ab Preda mit porösem Zellendolomit, die sogenannte Raibler Rauhwacke, kann mit einer speziellen Gefriertechnik für das feuchte Gestein sicher durchfahren werden – in diesem Abschnitt kam es beim ersten Tunnelbau zu tödlichen Unfällen. Die Bauzeit beträgt 8 Jahre, im Winter gibt es eine Pause, auch wegen der Schlittenstrecke Preda-Bergün und dem damit verbundenen Unterbruch in der Logistik. Die Kosten für den ganzen Umbau inkl. behindertengerechten Ausbauten bei den Stationen betragen 345 Millionen, die Betriebsaufnahme ist für das Jahr 2021 geplant.

Nach den Ausführungen in der Info-Arena zeigte ein Rundgang die Dimensionen der Grossbaustelle. Es sind etwa 80 Arbeiter im Einsatz, überwiegend aus Österreich, die meisten Spezialisten im Unterhalt des komplexen Maschinenparks.

Nach dem Rundgang ging es zu einem guten Mittagessen ins Restaurant Preda Kulm, mit dem Bauarbeiter-Menu im Angebot. Anschliessend an die Mittagspause wanderten einige auf dem Bahnlehrpfad nach Bergün, andere zum Lai da Palpuogna, ein Teilnehmer nahm sogar den Weg über den Albulapass nach La Punkt unter die Füsse.

Herbstveranstaltung 2015

Herbstveranstaltung der IGöV Ostschweiz
Samstag, 24. Oktober 2015: Baustelle Albulatunnel

Treffpunkt: Reservierter Wagen der RhB, Chur ab 07:58 Richtung St. Moritz, Fahrt bis Spinas
(Anschrift des Wagens: Amt für Energie und Verkehr)

Sehr geehrte Damen und Herren

Es freut mich, Sie im Namen des Vorstands der IGöV Ostschweiz wiederum zur traditionellen Herbstveranstaltung einladen zu dürfen. Es erwartet uns ein spannendes Programm im Bündnerland.

Programm

07:58 Chur ab, RE 1121 nach St. Moritz, kleines Frühstück im reservierten Wagen
09:35 Spinas an, Führung durch die Baustelle des neuen Albulatunnels
10:23 Spinas ab (Extrahalt der RhB), nach Preda
10:30 Preda an, Führung durch die Baustelle und die Infoarena, Paul Loser, Leiter Tunnel RhB

ca. 12:00 Mittagessen in Preda, Hotel Kulm, gleiches Menu wie die Bauarbeiter

ca. 13:30 Freies Nachmittagsprogramm mit folgenden Vorschlägen:

  • Wanderung auf dem Bahnlehrpfad nach Bergün (ca. 2 bis 2,5 Stunden)
  • Rundwanderung Preda-Lai da Palpuogna-Preda (ca. 2 Stunden)
  • 13:30/14:30 Preda ab mit der Bahn nach Bergün, Besuch im Albula-Bahnmuseum

Rückfahrt:

Preda ab: 13:30 usw. im Stundentakt
Bergün ab: 13:47
Chur an: 15:03
Chur ab: 15:09 IC nach Zürich;
15:12 RE nach St. Gallen – Wil
15:16 RE nach Zürich

Erforderlich:

Fahrausweis 2. Klasse nach Spinas und zurück, wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk (ideal sind Wanderschuhe). Helm und Warnweste organisiert die RhB.

Die Kosten für das Frühstück auf der Fahrt und das Mittagessen in Preda inkl. Getränken betragen Fr. 50.- , bitte genauen Betrag bereithalten. Die Fahrkarten bitte selbst besorgen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und hoffen auf einen zahlreichen „Aufmarsch“.

 

Wahlempfehlung in die eidgenössischen Räte 2015

Der Vorstand der IGöV hat wieder wie vor 4 Jahren beschlossen, auf die Wahlen in den National- und Ständerat hin jene Personen zur Wahl zu empfehlen, welche Mitglied der IGöV sind und sich für die Förderung des öffentlichen Verkehrs und damit auch für eine sinnvolle Raumentwicklung einsetzen.

wahlen-2015

 

Bericht über die Herbstveranstaltung der IGöV Ostschweiz

Samstag, 3. November 2012, Locorama Romanshorn

Die IGöV Ostschweiz führte dieses Jahr ihre traditionelle Herbstveranstaltung in Romanshorn durch. Auf dem Programm standen ein Referat von Werner Müller, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr/Tourismus im DIV TG, 
ein Film zur Sonderausstellung der Stadler Rail sowie eine Führung durch das Locorama.

Vereinspräsident Beat Tinner konnte in den Räumen des Locorama etwas über 30 Personen begrüssen, die sich sichtlich gerne in dieser öV- Umgebung einfanden. Ein weiteres Grusswort richtete Urs Oberholzer, Gemeinderat in Romanshorn, an die Versammlung. Er setzt sich als Präsident der Grünen TG für die Förderung des öV ein, hält aber eine generelle Begrenzung der Mobilität mit ihren Stresserscheinungen für noch wichtiger. Was das Locorama betrifft, ist er erfreut über dessen wachsende Ausstrahlung über die Region hinaus.

Referat von Werner Müller

Werner Müller sprach über die Herausforderungen des öV im Kanton Thurgau, er hielt einen Rückblick auf die Entwicklung seit dem Jahre 2000 und ging dann auf die nächsten Ausbauschritte ein, u.a. auf die S-Bahn St. Gallen 2013, den HGV-Anschluss 2015, die Angebotsplanung Ostschweiz 2018, den Brüttenertunnel und das Bodensee-Rheintal-Y.

Einige Kennzahlen machen die Entwicklung im Kanton TG deutlich:
Die Zahl der der Fahrplankilometer ist von 8.4 auf 12.1 Mio gewachsen, um 44% (Zeitraum 2000-2012).
Die Zahl der Passagiere wuchs von 18.8. auf 32.1 Mio., um 70% (Zeitraum 2000 bis 2011).
Die Abgeltungszahlen stiegen von 40.4 auf 52.0 Mio. Fr. an, um 29%. (Zeitraum 2000-2012).
Die Gesamtkosten 2011 von 62.2 Mio Fr. (Abgeltung + Infrastrukturkosten KTU) wurden zwischen Bund-Kantonen-Gemeinden und LSVA etwa im Verhältnis 5:4:2:1 aufgeteilt.

Der Kostendeckungsgrad der Bahn liegt bei 54%, beim Bus beträgt er nur 38%. Die Stillegung von Bahnlinien sollte kein Thema sein! Dies zeigte kürzlich wieder eine fundierte Studie zur Frauenfeld-Wil-Bahn. Bei der Strecke Weinfelden-Wil, in die gerade 50 Millionen investiert wurden, ist der Kostendeckungsgrad 63%.

Durch den öV- Ausbau hat sich das Verhältnis zwischen öV und motorisiertem Individualverkehr, der sogenannte Modalsplit, zugunsten des öV verschoben: im Kanton TG entfallen auf den öV ca. 20%, auf den MIV 70%. schweizweit liegt der öV- Anteil bei 23%.

Die Angebotsplanung auf Dezember 2013 bei der Bahn sieht folgendes vor:

Ausbau zum ½ h-Takt 6-24 Uhr

  • S3 Romanshorn – St. Gallen: +2 Zugpaare
  • S5 Weinfelden – St. Gallen: Mo-Fr +8 Zugpaare
  • S7 Romanshorn – Rorschach: +1 Zugpaar
  • S8/S30 Weinfelden – Winterthur: +2 Zugpaare
  • S35 Wil – Winterthur: +2 Zugpaare
  • Weinfelden – Wil: +4 Zugpaare
  • FW Frauenfeld – Wil: +7 Zugpaare So, +9 Zugpaare Wil-Wängi Mo-Sa
  • Fernverkehr: Zürich – Konstanz: +2 Zugpaare

Beim Bus ist per Dezember 2013/2014 folgender Ausbau geplant:

  • Frauenfeld – Müllheim, ½ h-Takt 6-20 Uhr: +6 Kurspaare
  • Amriswil – Muolen, ½ h-Takt 6-20 Uhr, Mo-Sa: +8/14 Kurspaare
  • Schnellbus St. Gallen – Arbon im ½ h-Takt, 6-20 Uhr, Mo-Fr (2014)
  • Amriswil – Romanshorn – Arbon: +5 Kurspaare in HVZ (2014)
  • Linien Autokurse Oberthurgau, 1 h-Takt statt 2 h-Takt an So (2014)

Ab 2015 sind folgende Schritte vorgesehen:

  • RegioExpress St. Gallen – Romanshorn – Kreuzlingen H – Konstanz im 2 h-Takt,
 Fahrzeit 35 Min. (Dezember 2015)
  • Fähre Romanshorn – Friedrichshafen im ½ h-Takt 6-20 Uhr, Stundentakt bis 24 Uhr.

Der Halbstundentakt der Fähre ist ein besonderes Anliegen. Der See ist nach wie vor eine Barriere, die damit etwas weiter geöffnet würde.

Das grössere Angebot führt zu zusätzlichen Abgeltungen (Steigerung von 52 auf 61 Mio Fr. in 5 Jahren).
Es dürfen aber nur moderate Tariferhöhungen erfolgen, da sonst die öV-Nutzer/innen wieder zur “Strasse” abwandern könnten. SBB-Direktor A. Meyer liegt mit seiner Vorstellung eines Tarifanstiegs um jährlich + 3.3% falsch. Auch der Bezug der Billette muss wesentlich vereinfacht werden, und die Schalteröffnungszeiten dürfen nicht mehr weiter reduziert werden: Dies sind Schlüsselprojekte der nächsten Jahre.

Ab Dezember 2018 schliesslich wird sich dank der Durchmesserlinie Zürich und dem Ausbau Zürich-Winterthur (Überwerfung Hürlistein) für den Kanton Thurgau eine markante Verbesserung ergeben: Man ist schneller in Zürich. Schaffhausen, Kreuzlingen und Romanshorn werden zu 15′ – 45′ – Knoten, was zu besseren Anschlüssen führt. Auf der Strecke St. Gallen-Konstanz wird stündlich ein Schnellzug verkehren.

Die Angebotsplanung 2018 im TG sieht folgendes vor:

  • R‘horn – W‘felden; 1-h-Takt FV und schnelle S-Bahn, ½ h-Takt Regio
  • Konstanz – Weinfelden; 1-h-Takt FV und schnelle S-Bahn, ½ h-Takt Regio
  • Wil – Weinfelden; ½ h-Takt
  • Frauenfeld – Wil; ¼ h-Takt in HVZ
  • Zusätzliche schnelle S-Bahn-Züge Romanshorn-Stadelhofen-Zürich in HVZ
  • Verlängerung S12 Zürich-Stadelhofen-Winterthur bis Wil im 1-h Takt
  • S24 Zürich-Oerlikon-Flughafen-Winterthur-Weinfelden, anstelle S8

Finanzierung der Infrastruktur (in Mio. Fr.)

Kreuzungsstationen Uttwil, K‘lingen-H., Roggwil, Spurw. R‘horn 45 HGVG (2013/2015)
Beschleunigung Winterthur-Weinfelden 130/150 km/h > 30 ZEBG
Doppelspur Kehlhof (Berg) 74 – 97 ZEBG
Kreuzungsstation Berg 9 – 11 LV Thurbo
Kreuzungsstation Lengwil 12 – 16 ZEBG (AM RV)
Weinfelden: Perronverlängerung, PU West, Spurwechsel Ost 19 – 25 ZEBG (AM RV), LV SBB
Romanshorn: diverse Spurwechsel 18 – 23 LV SBB
Kreuzungsstationen Kradolf 13 – 16 ZEBG (AM RV)
Kreuzungsstation Hauptwil 10 – 12 ZEBG (AM RV)
Kreuzungsstation Katharinental 20 – 22 ?
Kreuzungsstation Neukirch-Egnach 19 LV SOB
Schnelle S-Bahn Weinfelden-Konstanz:Ausbau Weinfelden, Kehlhof, Kreuzlingen 64 – 85 ?
Kreuzungsstation Lüdem (Frauenfeld) und Jakobstal (Wängi) 7 LV FW, Infrafonds

Auf den Kanton Thurgau entfallen ca. 60 bis 90 Millionen. Über den Kredit wird 2014 in einer Volksabstimmung entschieden.

Die FABI/STEP -Vorlage des Bundesrates (direkter Gegenvorschlag zur VCS-öV-Initiative) sieht in einem ersten Ausbauschritt bis 2025 Investitionen von 3,5 Mia. Fr. vor, welche mit der Schaffung eines neuen Bahninfrastrukturfonds (BIF) wie folgt finanziert würden:

  • Finanzierung aus LSVA, Mineralölsteuer, Mehrwertsteuerpromille (1,6 Mia.)
  • Mittel aus Bundeshaushalt (2,3 Mia)
  • Pendlerabzug max. 3‘000.- (200 Mio.)
  • Trassenpreise (+300 Mio. ab 2013, +100 Mio. ab 2017)
  • Kantone finanzieren Publikumsanlagen (+ 200 Mio., neu 500 Mio.)

Die Begrenzung des Pendlerabzugs ist ein wichtiger Schritt zur Kostenwahrheit beim Verkehr und sollte auch von den Kantonen übernommen werden.

Die KöV-Regionen Ostschweiz, Zürich und Zentralschweiz (15 Kantone) haben folgende Forderungen an FABI/STEP gestellt:

  • Verbindliche Planungskompetenzen für die Kantone.
  • Brüttenertunnel und Zimmerbergbasistunnel im ersten Ausbauschritt 2025.
  • Aufstockung der Mittel für Ausbauschritt 2025 von 3,5 auf 6 Mia.
  • Beschlossener Chestenbergtunnel nicht aus ZEB-Gesetz streichen.
  • Kantonsbeteiligung an Publikumsanlagen:
    • max. 500 Mio. Franken pro Jahr gesetzlich verankern
    • Verlässliche Aussagen über Höhe des jährlichen Kantonsbeitrages – Antworten zu vielen offenen Fragen und Schnittstellen.

Die vorberatende Ständeratskommission ihrerseits schlägt vor:

  • Erster Ausbauschritt für 6,4 Mia. Franken. Finanzierung der Mehrkosten durch Mehrwertsteuer +0,1%.
  • Für Ostschweiz:
    • 160 Mio. für Leistungssteigerung Zürich – Chur
    • 55 Mio. für Leistungssteigerung St. Gallen – Rapperswil
    • 180 Mio. für Leistungssteigerung St. Gallen – Chur (neu)
    • 300 Mio. für Projektierungen u.a. für Brüttener und Zimmerberg (neu)
  • Verpflichtung an Bundesrat die Botschaft für Ausbauschritt 2030 bis 2018 vorzulegen
  • Kantone werden besser in Planungsprozess eingebunden
  • Bessere Verfügbarkeit von Trassen für den Güterverkehr

Das Bodensee-Rheintal-Y gemäss Vorschlag der St. Galler Ständeräte K. Keller-Suter und P. Rechsteiner ist damit mit einem ersten Schritt in die Planung aufgenommen worden.

Aus Sicht des TG ist für die weitere Planung bis 2030 mit Halbstundentakt auf allen Fernverkehrslinien der Brüttenertunnel zwingend nötig.
Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke auf deutscher Seite schliesslich brächte eine weitere wesentliche Entlastung für den Ost-West-Verkehr.

Die Mobilität wird weiter steigen, da die Bevölkerung wächst, mehr Leute Teilzeitjobs versehen und auch bei den Freizeitaktivitäten keine Trendwende in Sicht ist. Nebst Bemühungen, dieser Entwicklung entgegenzusteuern, soll jeder zustätzliche Verkehr durch den öV oder den Langsamverkehr aufgefangen werden.

Diskussion

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten im Anschluss an das aufschlussreiche Referat von Werner Müller noch einiges erfahren.
So wurde gefragt (U. Oberholzer), ob nicht eher der Verkehr im ländlichen Raum gefördert werden sollte als jener zwischen den Zentren. Bei solchen Fragen steht der Zusammenhang zwischen Verkehr und Raumplanung zur Debatte (F. Gemperle). Mehr Verkehr im ländlichen Raum lockt mehr Leute zum Wohnen “auf dem Lande” und fördert damit tendenziell die Zersiedlung. Andrerseits wird darauf hingewiesen (M. Lehmann), dass etwa Baden-Württemberg derzeit 1.2 Mrd. Euro zur Stärkung des ländlichen Raumes einsetzt, v.a. zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Auch die Frage, ob anstelle des Brüttenertunnels nicht ein 3. Gleis reichen würde, wird erneut gestellt (O. Bauer). Eine VCS-Initiative für 4 Gleise wurde vom Zürcher Volk abgelehnt. Eine solche Teillösung würde eine definitiv gute Lösung auf lange Zeit hinausschieben (F. Gemperle und W. Müller).
Die Bedenken, der Pendlerabzug könnte bei den Kantonen dem Gesetz über die Steuerharmonisierung widersprechen (Kappeler) sind unbegründet, da das Gesetz im Rahmen von FABI angepasst würde.

Ob der Thurgau das Bodensee-Rheintal-Y aus Überzeugung unterstütze (U. Heuberger)? Werner Müller hält dies für eine grosse Leistung von P. Rechsteiner und K. Keller-Suter und weist darauf hin, dass der TG zusammen mit GR und SH schon vor etwa 5 Jahren eine ähnliche Idee verfolgte, der Kanton SG aber nicht mitzog.

Film über die Firma Stadler Rail

Im Anschluss an die Diskussion wurde ein Film über die Stadler Rail abgespielt, welcher aus Anlass des 70-jährigen Firmenjubiläums im Rahmen einer Ausstellung im Locorama während dieses Sommers gezeigt wurde.
Im Film kommen im Sinne der “oral history” wichtige Akteure der Firma zu Wort – auf eine spannende und gut gemachte Art.

Führung durch die Ausstellung

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine Führung durch das Locorama in drei Gruppen und dabei einen Einblick in diverse Museumsstücke, z.B. einen alten Post- und Gefängniswagen, eine detaillierte Erklärung der Funktionsweise einer Dampflok sowie des früheren Stellwerks von Romanshorn.

Den definitiven Abschluss bildete ein gemütliches Mittagessen im Loftorante Campania beim alten Stellwerk II.

Zum locorama finden sich weitere Informationen unterwww.locorama.ch.

Herbstveranstaltung 2012

Herbstveranstaltung der IGöV Ostschweiz
Samstag, 3. November 2012, Locorama Romanshorn

Die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV), Sektion Ostschweiz, führt am kommenden Samstag ihre traditionelle Herbstveranstaltung durch. Diese findet in Romanshorn statt und sieht folgendes Programm vor:

09.00 alte Lokremise Romanshorn
Referat von Werner Müller, Abteilungsleiter Öffentlicher Verkehr/Tourismus DIV TG  

“Die Herausforderungen des öV im Kanton Thurgau”
– Kurzer Rückblick auf die Entwicklung seit 2000
– Die nächsten Ausbauschritte (u.a. S-Bahn St. Gallen 2013, HGV-Anschluss 2015,
Angebotsplanung Ostschweiz 2018, Brüttenertunnel, Bodensee-Rheintal-Y).

anschliessend Diskussion


10.45 – 12.00 Führung durch das Locorama
Die Stiftung Locorama in Romanshorn will die historischen Bauten im Bereich des Bahnhofs Romanshorn erhalten und macht diese in Form eines Museums dem Publikum zugänglich.
Kern dieser historischen Bauten ist die Lokremise mit ihren sechs Toren und dem daneben liegenden Betriebstrakt. In diesem Jahr ist zudem eine Sonderausstellung “70 Jahre Stadler- Rail” zu sehen. (Weitere Informationen unter www.locorama.ch)

Zusätzliche Informationen sind bei folgender Adresse erhältlich: ostschweiz@igoev.ch

Protokoll der HV 2012

Protokoll der Hauptversammlung vom 9. Juni 2012, 11.00 -11.50 Uhr im Titthof, Chur

Traktanden:

1. Begrüssung

Der Präsident begrüsst die anwesenden Mitglieder und Gäste. Als Stimmenzähler wird Willi Langenegger gewählt. In die Präsenzliste haben sich 24 Personen eingetragen. Im speziellen begrüsst er die Altnationalräte Dr. Walter Zwingli und Titus Giger sowie die anwesenden Kantonsräte aus TG und SG.

 

Vom Vorstand entschuldigt haben sich folgende Mitglieder: Yvonne Gilli, Urs Heuberger, Hans Länzlinger, Paul Rechsteiner, Beat Lang (Revisor).

 

2. Protokoll der Hauptversammlung vom 23. Mai 2011

Das von Felix Gemperle verfasste Protokoll wurde den Mitgliedern zugestellt. Es wird genehmigt und verdankt.

 

3. Jahresbericht des Präsidenten (von HV zu HV)

Der Jahresbericht wurde mit der Einladung verschickt. Der Präsident berichtet nochmals kurz über das vergangene Vereinsjahr. Im speziellen erwähnt er:

  • Lobbyarbeit: Der Vorstand hat mit dem neuen Regierungsrat Beni Würth Gespräche geführt.
  • Verzichtplanung im Kanton St. Gallen
  • Die IGÖV hat bei den Kantonsratswahlen die Mitglieder mit einem Inserat unterstützt.

Der Jahresbericht wird ohne Diskussion genehmigt und verdankt.

 

4. Jahresrechnung 2011 und Revisorenbericht

Die Rechnung 2011 schliesst mit einem Gewinn von Fr. 5233.11. Es gab gegenüber dem Budget einige Abweichungen. Klar weniger Aufwand entstand in Zusammenhang mit den Wahlen/Abstimmungen. Das Vermögen beträgt per 31.12.2011 Fr. 21’573.85.

 

Der von den Revisoren Beat Lang und Daniel Scherrer verfasste Bericht wird von Daniel Scherrer verlesen und einstimmig genehmigt. Dem Kassier sowie der Geschäftsstelle wird einstimmig Entlastung erteilt, ihre Arbeit wird verdankt.

 

5. Festsetzung der Mitgliederbeiträge

Der Vorstand stellt den Antrag, die Mitgliederbeiträge für Einzelmitglieder bei Fr. 30.- sowie für Kollektivmitglieder bei Fr. 150.- zu belassen. Der Antrag wird ohne Diskussion und einstimmig genehmigt.

 

6. Budget 2012

Das Budget sieht einen Einnahmenüberschuss von Fr. 50.- vor, bei Einnahmen von 10’550.- und Ausgaben von Fr. 10‘500.-

 

Das Budget wird einstimmig genehmigt.

7. Wahlen

Silvano Möckli und Andreas Engeler treten aus dem Vorstand zurück. Beat Tinner würdigt die Tätigkeit der beiden im Vorstand der IGöV. Silvano Möckli war so etwas wie das staatspolitische Gewissen im Vorstand, aber auch ein vehementer Kämpfer für den öV. Andreas Engeler hat den Kanton TG bestens vertreten. Ihr Engagement wird mit den traditionellen Steinböcken, einem Büchergutschein und einem herzlichen Applaus verdankt.

 

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Altenburger Ludwig, Dierauer Walter, Fritschi Werner, Gemperle Felix, Gilli Yvonne, Heuberger Urs, Länzlinger Hans, Ledergerber Otmar, Surber Heinz stellen sich für die weitere Tätigkeit im Vorstand zur Verfügung. Sie werden einstimmig und mit Applaus in ihrem Amt bestätigt.

 

Neu für den Vorstand zur Verfügung stellen sich:

·       Urs Peter Beerli, Kantonsrat EVP, Märstetten

·       Konrad Brühwiler, Kantonsrat und Stadtrat SVP, Frasnacht/Arbon

·       Jost Rüegg, Vizepräsident Grüne TG, Kreuzlingen

·       Paul Rechsteiner, Ständerat SP/Mitglied der Verkehrskommission, St. Gallen

 

Die vier Herren Beerli, Brühwiler und Rüegg (Rechsteiner entschuldigt) werden nach einer kurzen persönlichen Vorstellung mit Applaus in den Vorstand der IGÖV Ostschweiz gewählt.

 

Beat Tinner stellt sich als Präsident weiterhin zur Verfügung. Er wird mit Applaus wiedergewählt.

 

8. Allgemeine Umfrage

Güterverkehr – Der Abbau der Verladepunkte im Einzelwagenladungsverkehr wird bedauert und auf Grund der negativen Auswirkungen auf den Bahngüterverkehrt kritisiert. Die IGÖV nimmt demnächst in einer Medienmitteilung entsprechend Stellung.

Martin Künzler (SBB-Cargo) ergänzt, dass die geschlossenen Verladepunkte bei steigender Nachfrage wieder geöffnet werden. Im weiteren weist er auf die schwierige finanzielle Lage im Güterverkehr hin.

 

Beat Tinner informiert über die Herbstveranstaltung, welche voraussichtlich am 27. Oktober in Romanshorn stattfinden wird.

 

Peter Hartmann stellt in einer kurzen informativen Präsentation das Projekt „Bahn-Y Rheintal-Bodensee“ vor. Die IGÖV Ostschweiz ist Mitglied im Unterstützungskomitee.

St. Gallen, 09. Juni 2012 – Felix Gemperle